Der Korrektor im Nebenerwerb

Korrektorat

Wer sich als Korrektor nebenberuflich Geld hinzuverdienen möchte, muss dafür keine spezielle Ausbildung vorweisen können. Die meisten Kunden achten jedoch auf eine Qualifikation, die den Korrektor beispielsweise als Fachmann auf sprachlichem Gebiet ausweist.


Das kann ein Zeugnis eines Studiums sein, das kann aber auch als Referenz durch bereits erfolgreich erledigte Aufträge möglich sein.
Quereinsteiger haben es oftmals ein wenig schwerer, doch auch sie können es mit den entsprechenden Kenntnissen auch über Aspekte des Marketings zu etwas bringen.

Art der selbstständigen Tätigkeit in Teilzeit

Ein Korrektor übernimmt im Prinzip ähnliche Aufgaben, wie das bei einem Lektor der Fall ist.

Allerdings ist sein Aufgabenbereich nicht ganz so umfassend. Das heißt, er übernimmt zum Beispiel keine inhaltlichen Kontrollen von Manuskripten und Textvorlagen, er schreibt auch keine Klappentexte oder Inhaltsverzeichnisse. Wohl aber hilft er bei allen sprachlichen Fragen weiter, bei Fragen zur Formatierung und zur Gestaltung.
Teilweise arbeiten Korrektoren auch mit Grafikern zusammen und können ein Layout so direkt bearbeiten lassen.

Die Aufträge werden an den freiberuflichen Korrektor von Privatpersonen ebenso vergeben, wie von Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen. Immer, wenn es darum geht, einen Text nun in Bezug auf Sprache und Form zu kontrollieren, kommt der Korrektor zum Einsatz.

Selbst Redaktionen beauftragen freiberufliche Korrektoren und das in jüngster Zeit wieder stärker, als noch vor einigen Jahren.


Was bei einer selbstständigen Tätigkeit im Nebenerwerb Zu beachten ist

Auch ein nebenberuflich selbstständiger Korrektor muss sich über die rechtlichen Anforderungen an eine korrekte Rechnung informieren. Tritt er als Kleinunternehmer auf, so muss auf jeden Fall der entsprechende Vermerk auf der Rechnung zu finden sein.

Bei Kleinbetragsrechnungen bis 150 Euro sind weitaus weniger Angaben erforderlich, als bei normalen Rechnungen. Immer müssen aber Angaben zum Erbringer und zum Empfänger der Leistungen gemacht werden und es muss eine Aufschlüsselung der Kosten stattfinden, sofern die Mehrwertsteuer ausgewiesen wird.
Auf der Rechnung muss das Wort „Rechnung“ selbst übrigens nicht erscheinen, es muss nur deutlich werden, dass es sich um eine solche handelt.

Der Korrektor, der nebenberuflich selbstständig arbeitet, muss die Rechnungen zehn Jahre lang aufbewahren, denn er ist bei Rückfragen in der Nachweispflicht. Kommt also zum Beispiel das Finanzamt auf ihn zu und möchte Geldeingänge auf dem Konto erklärt haben, muss er diese anhand der entsprechenden Rechnungen nachweisen können.