Der freiberufliche Korrektor

Korrektorat

Die Tätigkeit eines freien Korrektors gab es einige Zeit weitaus weniger in Deutschland.
Meist wurden dessen Aufgaben von einem Lektor übernommen. Doch in jüngster Zeit ist der Beruf wieder stark im Kommen. Dabei muss gesagt werden, dass die Bezeichnung Korrektor nicht geschützt ist.

Dennoch setzen viele Auftraggeber eine entsprechende Ausbildung in sprachlicher Richtung voraus. Anhand dieser Ausbildung und in Verbindung mit Referenzen werden die Aufträge dann erteilt oder eben auch nicht.

Der freie Korrektor hat es zwar hauptsächlich mit Texten zu tun, die sprachlich korrigiert werden müssen.

Allerdings umfasst sein Tätigkeitsfeld darüber hinaus noch viele weitere Aufgaben, wenn er als Freiberufler auf dem Markt bestehen will. Das fängt schon damit an, dass der freie Korrektor zu einem gewissen Maß Werbung für sich selbst betreiben muss.
Er muss zum Beispiel Visitenkarten drucken lassen und Werbeanzeigen schalten.

Über Branchenverzeichnisse wird auch nach einem Korrektor gesucht

Hilfreich ist auch der Eintrag in einem Branchenverzeichnis oder im Internet in den entsprechenden Portalen.
Wichtig ist in jedem Falle, dass nach einem Korrektorat gesucht wird.
Ist das der Fall, muss es Anfragen bearbeiten und Angebote erstellen.

Hierfür muss der Korrektor betriebswirtschaftlich denken, wenn er zum Beispiel sein Honorar für eine Auftragsanfrage kalkuliert. Er muss dabei seine eigenen Ausgaben berücksichtigen, aber auch die Gewinnspanne, die er ansetzen will.

Nach Ausführung des Auftrages, wobei auch hier wieder Termine und Abgaben zu beachten sind, muss der Korrektor eine Rechnung stellen und die Zahlung überwachen. Geht diese nicht pünktlich ein, so muss er den Mahnvorgang durchführen.

Für all diese Tätigkeiten, die ja weit über die eigentlichen Aufgaben eines Korrektors hinausgehen, benötigt der Freiberufler die entsprechenden Kenntnisse, die er sich zum Beispiel in Seminaren und Workshops erwerben kann.

Überhaupt ist die Weiterbildung nicht nur auf der fachlichen Seite wichtig, sondern auch auf der betriebswirtschaftlichen. Auch hier muss der Korrektor auf dem Laufenden bleiben, andernfalls kann es sein, dass ihm Änderungen in Rechtsfragen entgehen und er geltendes Recht vielleicht nicht richtig anwenden kann.

Wer sich als Freiberufler in Steuersachen nicht richtig auskennt, ist immer gut damit beraten, einen Steuerberater hinzuzuziehen, wobei das ein Punkt ist, der ohnehin jedem Freiberufler zu empfehlen ist. Der Steuerberater kennt doch einige Sparmöglichkeiten, die normal weniger bekannt sind, die sich für den Freiberufler aber durchaus lohnen können.